Melanie Rocksien-Riad - Stadtteilrundgang Knieper West Teil 1

# 23 Stadtteilrundgang in Knieper West Station 1

Ein Spaziergang voll spannender Stationen und Begegnungen, das war mein erster Rundgang durch den Stralsunder Stadtteil Knieper West. Ich bin dankbar für die vielen Eindrücke und Gespräche, die ich führen konnte und danke allen, die sich die Zeit dafür genommen haben.

# 23 1. Station in Stadtteil Knieper West

Begleitet wurde ich unter anderem von Christa Budde von der Stralsunder Innovation Consult (SIC). Sie ist die Leiterin des Stadtteilzentrums Knieper West. Einer unserer Anlaufpunkte war die Kita „Am Stadtwald“.

Im Gespräch mit der unglaublich engagierten Leiterin der Einrichtung, Frau Kammel, konnte ich unter anderem erfahren, dass sich das Aufgabenfeld der Erzieher*innen in den vergangenen Jahren verändert und erweitert hat. So haben viele Kinder heute einen höheren Förderbedarf.

Eine andere Herausforderung, der sich das Erzieher*innen-Team um Frau Kammel gern stellt, ist der Migrationshintergrund zahlreicher Mädchen und Jungen. Dabei spielt vor allem die Sprachbarriere bei den Eltern eine große Rolle. Allerdings betonte Frau Kammel, dass viele Eltern sehr engagiert seien, deshalb sei ihr Team immer bereit, die Familien bei der Antragstellung von Förderung und Teilhabe zu unterstützen.

Der Wunsch danach ist groß, doch längst gibt es nicht alle Voraussetzungen, damit sie auch wirklich erfolgreich umgesetzt werden kann: die Inklusion. An dieser Stelle braucht es mehr Fachkräfte, die entsprechend  geschult werden, wie Frau Kammel verriet. Auch Integrationshelfer*innen sollten tiefgründiger geschult werden, damit sie eine wirkliche Hilfe sein können.

Einige Themen, die Frau Kammel angesprochen hat, möchte ich gern anpacken. Vorneweg die kostenfreie Nutzung des Nahverkehrs für Kita-Gruppen bei Ausflügen. Vielleicht können wir mit einem Prüfauftrag in der Bürgerschaft schon einmal die Grundlagen legen. Ähnlich sieht es bei der Unterstützung bei der Beratung der Eltern vor Ort aus, gerade bei so sensiblen Themen wie häusliche Gewalt. Hier darf es einfach kein Hin- und Herschieben von Verantwortlichkeiten geben, sondern nur ein „zusammen“. Denn hier geht es um unsere Kinder.