Besuch in der Skatehalle

Sie ist einer der beliebtesten Anlaufpunkte in der Tribseer Vorstadt – die Skatehalle. Und dabei sind es nicht nur Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil, die es dorthin zieht, sondern sie kommen aus der ganzen Hansestadt und sogar aus ganz Norddeutschland. Das erfahre ich bei meinem Besuch in der Halle, während sich Mädels und Jungs auf ihre Roller, Bikes und Boards schwingen. „Das Schaumstoffbecken, das wir hier haben, zieht junge Leute aus ganz Deutschland an“, erklärt mir Manuela Berg vom Verein Bike- and Boardsports MV.

Derzeit zählt der Verein 70 Mitglieder. Doch wie viele andere Vereine leidet auch dieser unter den Auswirkungen der Pandemie. „Lange konnten wir die Halle nicht öffnen, da fehlten uns natürlich die Eintrittsgelder, die wir brauchen, um die Miete für die Halle zu zahlen oder Reparaturen durchführen zu lassen.“ Und repariert werden muss immer etwas. Das glaube ich sofort, wenn ich sehe, mit welchem Tempo und welchen Stunts die jungen Leute auf den Bahnen unterwegs sind.

„Es macht unglaublich Spaß, und man fühlt sich frei“, sagt Moritz Gladrow, während er mir die Besonderheiten an einem Roller erklärt. Dass die Jugendlichen nachmittags und abends die Halle nutzen können, haben sie vor allem dem ehrenamtlichen Engagement vieler zu verdanken. „Wir haben einen Mitarbeiter, der bis Oktober 2023 gefördert wird. Wie es danach weiter geht, wissen wir noch nicht“, erklärt Manuela Berg. Alles andere werde von Ehrenamtlichen abgedeckt, oftmals sind das auch Eltern der Kinder und Jugendlichen. Eine große Herausforderung.

Der Verein kann jede finanzielle Unterstützung gebrauchen, nicht nur, um die laufenden Kosten begleichen zu können. „Wir würden gern unser Schaumstoffbecken erneuern, dafür rechnen wir mit 5000 bis 7000 Euro. Auch die Lichtinstallationen wären mal fällig“, erklärt mir Manuela Berg.

Die ehrenamtliche Arbeit, die hier geleistet wird, damit dieser Ort für die Kinder und Jugendlichen erhalten bleibt, beeindruckt mich. Es muss nach Möglichkeiten gesucht werden, Vereine zu unterstützen. Wir brauchen dringend mehr Plätze für Jugendliche und junge Erwachsene in unserer Stadt und wir sollten die, die es bereits gibt, so wie die Skatehalle, unbedingt erhalten.