Melanie Rocksien-Riad - Wahlprogramm: Es ist Zeit für starke Projekte in Stralsund

Es ist Zeit für starke Projekte in Stralsund

Haushalt

Die Kreditneuaufnahme im städtischen Haushalt steigt auf über 27 Millionen Euro. Neben dem enormen Anstieg der Pro-Kopf-Verschuldung werden die Bürgerinnen und Bürger über die Gas- und Strompreissteigerungen massiv belastet.

Ich werde prüfen lassen, welche Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger möglich sind.

Die städtischen Gesellschaften müssen unabhängig von ihrer eigenen Situation Geld in den städtischen Haushalt abführen können.

Ich werde die Pro-Kopf-Verschuldung im Blick haben und bei allen attraktiven und notwendigen Projekten auch prüfen, was sich die Stralsunder*innen auch in Hinblick auf die Verschuldung der nachfolgenden Generationen leisten können.

 

Klimaschutz

Ich will mehr erneuerbare Energien, um die Abhängigkeit von Gas, Öl und Kohle zu beenden. Einige Anlagen sind, leider viel zu spät, endlich in der Planung. Das muss mit größerem Tempo fortgesetzt werden. In den Aufbau der E-Ladeinfrastruktur möchte ich ebenfalls Tempo hineinbringen.

Andere Städte machen es vor, betreiben sogar eigene städtische Güter zur Versorgung ihrer Einwohner*innen mit frischen und gesunden Lebensmitteln.

 

Kultur

Die lange Nacht des offenen Denkmals will ich wiederbeleben, denn viele Bürgerinnen und Bürger öffnen ihre Häuser, eine wundervolle Gemeinsamkeit. Einen Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst möchte ich prüfen. Ein wichtiges Projekt ist auch die Gestaltung eines soziokulturellen Zentrums mit einem Konzept für Jugendliche, Kulturschaffende und Kulturinteressierte.

 

Lokschuppen

Ich möchte mit der Verwaltung einen verbindlichen städtebaulichen Rahmenplan entwickeln. Aus meiner Sicht wären vor allem Nutzungen sinnvoll, die einen Platz für junge Menschen bieten und Raum für kulturelle Angebote schaffen. Auch ein maritimes Industriemuseum wäre denkbar.

 

Personalführung

Ich leite seit 15 Jahren ein Unternehmen und durfte dabei mit mehr als 100 Mitarbeiter*innen zusammenarbeiten, und ich freue mich sehr auf die Kolleg*innen in der Verwaltung und weiß, wie wichtig Motivation, Engagement und Transparenz sind. Wir gestalten Stralsund gemeinsam!

 

Radverkehr

Meine Vision ist es, Stralsund mit einem Masterplan Radverkehr als fahrradfreundliche Stadt zu entwickeln. Dazu braucht es deutlich bessere Bedingungen. Radschnellwege, ein fahrradfreundlicher Belag auf den Pflasterstraßen, Abstellanlagen in den Zentrumsbereichen, ein professionelles Navigationssystem, um Fahrradtourist*innen in die Stadt zu locken, Vorrang für den Radverkehr im Straßenverkehr, mehr Fahrradstraßen, mehr Schutzstreifen und so Vieles mehr.

 

Sicherheit und Ordnung

Barrierefreiheit muss in der gesamten Stadt gewährleistet sein, ausdrücklich auch in der Altstadt. Insbesondere bei den Gehwegen muss noch viel getan werden. Ich möchte mich für mehr Bänke und Plätze im öffentlichen Raum einsetzen, damit Menschen sich begegnen können.

Schulwege müssen sicher sein. Dafür möchte ich vor den Schulen, während der Hol- und Bringzeiten erreichen, dass Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren müssen, nicht zum Sicherheitsrisiko Anderer werden. Ein Park- und Halteverbot halte ich an diesen Stellen und zu diesen Uhrzeiten für vertretbar.

 

Sport

Stralsund braucht mehr Hallenzeiten für unsere Sportlerinnen und Sportler. Unabhängig vom HanseDom benötigen wir ein eigenes Schul- und Sportschwimmbad. Die Planungen dazu müssen kurzfristig beginnen. Den Gedanken, dieses mit einer Eishalle zu verbinden, um die Energiesynergien zu nutzen, halte ich zumindest für prüfenswert.

 

Stadtteilzentren

Bürgerinnen und Bürger brauchen wohnortnahe Anlaufpunkte, um sich am gesellschaftlichen Leben beteiligen zu können. Für echte Nähe, kurze Wege und unkompliziertes Gemeinschaftsleben. Dort treffen sich Vereine, Seniorinnen und Senioren, dort werden Nachbarschaftshilfenetze aufgebaut, dort gibt es ein Café, um zu schnacken, das ist der Ort für Bürger*innenversammlungen, dort gibt es Kulturangebote und Vieles mehr. Eine OB vor Ort werden Sie auch hin und wieder im Stadtteilzentrum begrüßen können.

 

Stationärer Einzelhandel

Mein Herz schlägt für den stationären Einzelhandel. Ich will das Citymanagement schnellstmöglich umsetzen und mit Kernöffnungszeiten, zahlreichen regelmäßigen leisen Kulturevents wie Jazzwochenende oder Weinfest und einem flächendeckenden freien WLAN die Aufenthaltsqualität verbessern. Ziel ist es, Gewerbetreibende in die Zukunft zu begleiten. Man darf dabei nicht nur die Altstadt denken – es sollte einen Schulterschluss mit dem Strelapark geben.

 

Transparenz

Das Amt der Oberbürgermeisterin ist mit Macht und Einfluss verbunden. Das schließt die Bevorzugung von „Lieblingsinvestoren“ ebenso aus wie persönliche Interessenlagen oder die wohlwollende Behandlung nahestehender Partei- oder Bürgerschaftsmitglieder. Um das zu gewährleisten, muss jede Entscheidung der OB umfassende Transparenz ermöglichen. Dafür und dazu stehe ich.

 

Werft

Auf bis zu 6 Millionen Euro pro Jahr belaufen sich die Kosten für den Unterhalt des Werftgrundstückes. Es muss schnell gehandelt werden, und um einen maritimen Gewerbepark professionell zu entwickeln, braucht es gestandene Profis. Daher werde ich die Macher der erfolgreichen Industrieprojekte in Dänemark unmittelbar nach meiner Amtseinführung an einen Tisch holen und für Stralsund begeistern. Ein solches Projekt stemmt man nicht mit Hausmitteln.

 

Wohnen

Es ist es vor allem wichtig, attraktiven und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Zudem fehlen barrierefreie Wohnungen, die nicht nur von älteren Menschen, die so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben wollen, nachgefragt werden. Die soziale Durchmischung von Wohngebieten muss besser gesteuert werden. Sozialer Wohnungsbau muss bei der Entwicklung neuer Gebiete immer mitgedacht werden.