Pressemitteilung: OB-Kandidatin fordert zügige Planung eines Schul- und Sportbades

Rocksien-Riad: Schwimmbadbau hätte für mich hohe Priorität

Stralsund. Melanie Rocksien-Riad, parteilose Kandidatin zur Oberbürgermeisterinnen-Wahl am 8. Mai in Stralsund, begrüßt die Aktionen des Landes „MV kann schwimmen“ und „Stark machen und Anschluss sichern“:

Ich halte es für sehr wichtig, dass alle Kinder frühzeitig die Möglichkeit haben, das Schwimmen zu erlernen. Leider sind wir in Mecklenburg-Vorpommern weit davon entfernt, dieses Ziel auch nur im Ansatz zu erreichen, denn die Zahl der Kinder in MV, die nicht richtig schwimmen können, ist besorgniserregend. Nach den Daten, die mir vorliegen, sind 2/3 der Schüler, die die Grundschule abgeschlossen haben, keine sicheren Schwimmer. Das ist eine Größenordnung, die absolut inakzeptabel ist.

Es fehlt an räumlichen Kapazitäten

Stralsund ist hier leider keine Ausnahme, denn es fehlt an ausreichenden räumlichen Kapazitäten für den Schulunterricht und für die Sportvereine, die Schwimmen anbieten. Die Folge ist, dass bei den Kursen, in denen die Kinder ihr Seepferdchen-Abzeichen ablegen können, lange Wartezeiten die Regel sind. Etliche Vereine haben einen Mehrbedarf formuliert, dem derzeit nicht entsprochen werden kann. Denn neben dem Schulschwimmsport sollen selbstverständlich auch Vereinsschwimmen und Rehasport und das öffentliche Schwimmen stattfinden können. Selbst die Stralsunder Stadtverwaltung teilt die Einschätzung, dass noch nicht einmal der Ausbildungsstand der letzten Jahre erreicht wurde.

Schwimmbadbau hat Priorität

Für mich hätte die Planung und der Bau eines Schwimmbades für das Schul- und Vereinsschwimmen daher höchste Priorität. Der Planungsvorlauf ist erheblich, so dass es sicher mindestens drei Jahre braucht, bis ein neues Bad in Betrieb gehen kann. Wir haben aber bisher weder eine Machbarkeitsstudie noch einen Standort oder ein gar ein planungsrechtliches Verfahren.

Bei den kaum vorhandenen Vorbereitungen der Verwaltung könnte allerdings auch die Option für ein Bad mit einer 50-Meter-Bahn geprüft werden. Denn in ganz Vorpommern gibt es keine Schwimmhalle dieser Dimension, die ganz andere Optionen für den Schwimmsport und die Wettkampfsituation eröffnen würde.